Nullrunde in Bonstetten
Für das Grosswanger Damenteam war am Kilbi-Sonntag nichts zu holen. Trotz Leistungssteigerung konnten am Abend beim Ruschwanger-Kaffee keine Punkte gefeiert werden.
STV Spreitenbach vs. Unihockey TV Grosswangen 7:3 (3:1)
12:40 Uhr – Anpfiff. Das Spiel startete schnell – zu schnell für die Grosswangerinnen. Man fand nicht sofort in die Partie und bekundete Mühe mit dem Tempo der Gegnerinnen. Die Frauen aus Spreitenbach erarbeiteten sich rasch erste Abschlüsse. Zudem pfiff der Schiedsrichter zu Beginn viel ab, was zu mehreren Freistössen gegen Grosswangen führte. Spreitenbach löste immer wieder erfolgreich mit langen Pässen aus und erzielte in der 4. Spielminute das 1:0. In der Folge parierte Torhüterin Andrina Selmani mehrere gefährliche Freistösse der Gegnerinnen stark. Die Grosswangerinnen versuchten zwar zu reagieren, agierten beim Auslösen aber stellenweise zu unkonzentriert. In der 15. Spielminute wurde Kapitänin Anna Heini regelwidrig gestoppt: Penalty für Grosswangen! Die Gefoulte trat selbst an, behielt die Nerven und verwertete den Strafstoss souverän zum 1:1 Ausgleich. Die Antwort von Spreitenbach folgte jedoch postwendend: Mit einem Doppelschlag in der 17. und 20. Minute zogen die Spreitenbacherinnen auf 3:1 davon. Gute Chancen von Anna Heini und Stephanie Kneubühler blieben leider unbelohnt, weshalb es mit diesem Rückstand in die Pause ging.
Die erste Halbzeit verlief nicht nach Wunsch. Es galt nun, die Unkonzentriertheiten abzustellen, in der Defensive kompakter zu stehen und mit mehr Mut den Weg nach vorne zu suchen.
Grosswangen versuchte in der zweiten Halbzeit sogleich zu reagieren und ersetzte zeitweise die Torhüterin durch eine vierte Feldspielerin, um Überzahl zu schaffen. Das Spiel blieb jedoch hektisch. Spreitenbach nutzte die Unsicherheiten konsequent aus und erhöhte in der 23. Minute auf 4:1. Nur zwei Minuten später fiel nach einem Durcheinander vor dem eigenen Tor das 5:1. Auch ein Timeout konnte den Spielfluss der Grosswangerinnen vorerst nicht verbessern. Spreitenbach nutzte Grosswanger Fehler eiskalt aus und schraubte den Spielstand bis zur 28. Spielminute auf 7:1 hoch. Trotz des deutlichen Rückstands kämpften die Grosswangerinnen weiter: In der 35. Minute verwertete Nicole Achermann ein schönes Zuspiel von Flavia Muri zum 7:2. Kurz vor Schluss belohnten sich die Grosswangerinnen erneut für ihren Einsatz: Nach Vorarbeit von Angela Greder drückte Nicole Achermann den Ball in der 39. Minute zum 7:3 ins gegnerische Tor. Eine Zweiminutenstrafe gegen Grosswangen in der Schlussphase beendete die Partie.
UHC JW Sursee 86 vs. Unihockey TV Grosswangen 8:6 (5:4)
15:25 Uhr – Anpfiff. Obwohl das erste Bully von den Grosswangerinnen gewonnen wurde und zu einem ersten Abschluss führte, konterte der Gegner sogleich mit hohem Tempo. Nach einer ersten Parade von Torhüterin Andrina Selmani erzielten die Surseerinnen bereits in der 2. Spielminute per Drehschuss das 1:0 und legten nur eine Minute später mit dem 2:0 nach. Die Grosswangerinnen gerieten früh unter Druck: Ein Lupfer in der 6. Spielminute konnte von Andrina Selmani zwar noch pariert werden, der Nachschuss führte jedoch zum 3:0. Nur wenige Sekunden später erhöhte Sursee gar auf 4:0. Jetzt musste eine Reaktion her! Die Grosswangerinnen legten mehr Energie und Tempo an den Tag – und wurden belohnt: In der 10. Minute erzielte Angela Greder den ersten Treffer zum 4:1. Dieser Schwung beflügelte das Team. In der 13. Minute verwandelten Nicole Bucher und Anna Heini einen Freistoss zum 4:2. Nur eine Minute später bediente Claudia Bühlmann Nicole Bucher, welche den Anschlusstreffer zum 4:3 markierte.
Grosswangen blieb dran: Nach einem Pass von Nadja Burri gelang Anna Heini schliesslich der mittlerweile verdiente 4:4 Ausgleich. Kurz vor dem Pausenpfiff witterte Sursee jedoch nochmals eine Chance und traf zur knappen 5:4 Pausenführung.
Nach der furiosen Aufholjagd gab es lobende Worte in der Pause. Motiviert und mit viel Elan starteten die Grosswangerinnen in die zweite Halbzeit. Jedoch starteten auch die Frauen aus Sursee wie die Feuerwehr, doch Torhüterin Andrina Selmani hielt ihr Team mit drei glanzvollen Paraden im Spiel. In der Folge nutzte Nicole Achermann geduldig eine Lücke in der gegnerischen Abwehr und schlenzte den Ball zum 5:5 Ausgleich in die Ecke. Das Spiel blieb extrem intensiv und schnell. In der 31. Minute ging Sursee erneut mit 6:5 in Führung, doch Grosswangen schlug umgehend zurück: Nach einem tollen Zusammenspiel von Angela Greder und Nicole Achermann fiel der erneute Ausgleich zum 6:6. In der Schlussphase wurde ein Regelverstoss der Grosswangerinnen mit einem Penalty geahndet, welchen Sursee eiskalt zum 7:6 nutzte. Grosswangen riskierte nochmals alles und ersetzte die Torhüterin durch eine vierte Feldspielerin. Das Risiko wurde jedoch nicht belohnt: In der letzten Spielminute nutzte Sursee die Situation und schoss ins leere Tor zum 8:6 Endstand.
Trotz einer leidenschaftlichen Aufholjagd und viel Kampfgeist im zweiten Spiel reichte es für die Grosswangerinnen knapp nicht für die Punkte und sie mussten sich an diesem Spieltag geschlagen geben.





