Die beiden Gegner der Weihnachtsrunde hiessen TV Würenlos und JW Sursee 86. Die Devise war für die Frauen aus Grosswangen klar; zuerst vollen Fokus auf das Spiel gegen das Team aus Würenlos, wo man noch eine Rechnung offen hatte. Das Vorrundenspiel gewann Würenlos diskussionslos mit 6:0.
Unihockey TV Grosswangen – TV Würenlos 9:3
Die Partie zwischen Würenlos und Grosswangen verlief über weite Strecken ohne grosse emotionale Ausschläge. Grosswangen spielte von Beginn an agiert und diszipliniert und übernahm die Spielkontrolle. So stand es nach 5 gespielten Minuten dank zwei Treffern von Anna Heini und einem von Angela Greder bereits 3:0.
Würenlos fand nur selten Mittel, um gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Klare Torchancen blieben Mangelware, da Grosswangen defensiv sehr kompakt stand und die Angriffe früh unterband. In einzelnen Phasen kam der Gegner jedoch zu Möglichkeiten, weil Grosswangen einen Schritt zu spät reagierte. Der verdiente Pausenstand lautete 6:3. Mit ruhigem Spielaufbau, abwechslungsreichen Spielzügen und vielen verschiedenen Torschützinnen gelang es dem Team auch in Hälfte zwei, das Tempo zu bestimmen und das Geschehen jederzeit im Griff zu behalten. Die Ballzirkulation war sicher, und Fehler wurden kaum zugelassen.
Insgesamt war es ein kontrollierter Auftritt von Grosswangen, das verdient als spielbestimmende Mannschaft vom Feld ging, während Würenlos offensiv zu wenig Durchschlagskraft entwickelte. Mit der abgeklärten Leistung konnte Grosswangen die offene Rechnung aus dem Hinspiel mit dem Endresultat 9:3 erfolgreich begleichen.
Unihockey TV Grosswangen – UHC JW Sursee 86 3:4
Anders als im ersten Spiel entwickelte sich das Derby von Beginn an zu einem emotionalen, schnellen und intensiven Duell. Beide Teams spielten mit hohem Tempo und grossem Einsatz, wobei bei den Grosswangerinnen der starke Kampfgeist und der ausgeprägte Teamzusammenhalt klar spürbar waren. So gingen sie dank dem Treffer von Nicole Achermann in der 3. Minute mit 1:0 in Führung.
Beide Mannschaften konnten sich auf starke Torhüterinnen verlassen, die mehrere gute Torchancen zunichtemachten. Im Spielaufbau der Grosswangerinnen schlichen sich jedoch zu viele ungenaue Pässe ein, zudem agierte das Team oft ungeduldig und ohne die nötige Ruhe am Ball. Diese Fehler führten dazu, dass man bis zur Pause in Rückstand geriet.
Im Spiel drei gegen drei gelang es nicht, gefährliche Situationen zu kreieren und die Abschlüsse landeten meist bei der Torhüterin. In der 33. Minute musste das Team einen Rückschlag hinnehmen, als in Unterzahl das dritte Gegentor fiel. Dieser Moment hätte das Spiel kippen lassen können, wirkte jedoch eher als Weckruf. Die Mannschaft blieb geschlossen, unterstützte sich gegenseitig und hielt weiter entschlossen den anstürmenden Spielerinnen entgegen.
Das Timeout erwies sich als Wendepunkt. Mit klaren Anweisungen vom Coach Alex Krieger und neuer Energie startete das Team eine Aufholjagd beim Spiel ohne Torhüterin. Der Druck auf den Gegner nahm stetig zu, die Zweikämpfe wurden gewonnen und die Intensität hochgehalten. Mit viel Wille und Überzeugung gelang schliesslich der Anschlusstreffer zum 3:4.
Auch in der Schlussphase kämpfte das Team unermüdlich weiter und zeigte eine starke Reaktion auf die schwierigen Phasen des Spiels. Leider wollte der Ausgleichstreffer nicht mehr fallen. Trotz der knappen Niederlage war es ein Auftritt, der durch Einsatz, Leidenschaft und Zusammenhalt überzeugte. Der Blick richtet sich nach vorne: Bereits am nächsten Spieltag am 18. Januar 2026 steht in Basel die Revanche an.


