Am ersten Oktober-Sonntag stand für das Damen-Team von Unihockey TV Grosswangen ein Highlight an: die Spiele in der heimischen Kalofenhalle. Unter der Leitung von Coach Alex Krieger und Spielertrainerin Nadja Burri traf man zuerst auf die Aufsteigerinnen White Horse Lengnau und im zweiten Spiel auf die Frauen vom STV Murgenthal. Vor allem das Duell gegen STV Murgenthal versprach Spannung, da die Spiele in der letzten Saison jeweils hart umkämpft waren.
Unihockey TV Grosswangen vs. White Horse Lengnau 5:3 (1:0)
Beide Mannschaften starteten ruhig und konzentrierten sich auf ihre eigene Spielweise. Grosswangen übernahm aber bald das Zepter und erhöhte den Druck. Etliche Spielzüge endeten in tollen Chancen für die Rottalerinnen. Doch der Ball wollte noch nicht ins Tor. Entweder flog der Ball knapp am Tor vorbei oder die stark aufspielende Torhüterin der Lengnauerinnen fischte den Ball souverän. So dauerte es bis zur 11. Minute, bis Petra Reichmuth ein Querpass von Anna Heini verwerten konnte. Gross war die Erleichterung über dieses erste Tor. Leider war dies der einzige Torerfolg in der ersten Hälfte.
Die Pausenansprache von Coach Alex Krieger ist schnell zusammengefasst; weiter konsequent defensiv arbeiten, zusammenspielen und vorne die Tore schiessen. Dies gelang nur mässig und man musste Lengnau den Ausgleich zugestehen. Danach nahm das ganze Team Fahrt auf und so konnten innert 5 Minuten 3 Tore, eines durch Anna Heini und zwei durch Nicole Achermann, erzielt werden. Die Grosswangerinnen zeigten sich nun, vor den zahlreichen Fans, von der sicheren Seite und liessen keinen Zweifel mehr aufkommen, wer das Spielfeld als Sieger verlassen wird. Dennoch waren es die Gäste aus dem Aargau die nun aufsässiger wurden und auch prompt ein weiteres Tor erzielten. Die letzten 5 Minuten liessen die Grosswangerinnen den Ball klug in den eigenen Reihen laufen und konnten durch Claudia Bühlmann sogar noch ein weiteres Goal erzielen. Das mit der Schlusssirene ein Weitschuss der Gäste den Weg ins Tor fand, wurde zur Nebensache. Die Freude über die gewonnen zwei Punkte war gross. «In der zweiten Halbzeit haben wir mit viel Geduld gespielt, was dann verdienterweise in Tore umgemünzt wurde» meinte Spielertrainerin Nadja Burri nach dem Spiel.
Unihockey TV Grosswangen vs. STV Murgenthal 5:9 (2:7)
Nach nur wenig Erholungszeit startete das Spiel gegen den STV Murgenthal, ein physisch orientiertes Team. Eine halbe Minute war gespielt und Grosswangen durfte bereits zum ersten Mal jubeln. Angela Greder nutzte ein Fehler der Gegnerinnen eiskalt aus und brachte den Ball im Tor unter. Die Freude währte aber nur kurz und man musste vor Minutenfrist den Ausgleich hinnehmen. Somit starteten die beiden Teams nochmals bei null. Das Spiel war in der Folge nervös und fahrig auf beiden Seiten. Die Murgenthalerinnen fanden anschliessend den Tritt besser und konnten mit zwei Tore vorlegen. Nach einer Strafe gegen die Grosswangerinnen verloren diese den Faden komplett. Sie waren immer einen Schritt zu spät, liessen den Gegnerinnen zu viel Platz und so sah man sich innert Kürze mit einem 1:7 Rückstand konfrontiert. Kurz vor der Pause konnte Nicole Achermann immerhin den zweiten Treffer für das Heimteam erzielen.
«Wir können dieses Spiel noch gewinnen und beginnen nach der Pause direkt mit dem 4 vs. 3 Spiel» gab Coach Alex Krieger den Damen in der Pause mit auf den Weg. Somit machte Torhüterin Melanie Achermann bei Ballbesitz jeweils einer vierten Feldspielerin Platz. Dieses Risiko zahlte sich aus und Anna Heini war bereits nach einer Minute erfolgreich. In der Folge durften die Rottalerin, aufgrund einer Strafe der gegnerischen Torfrau, Powerplay spielen. Es war wiederum Anna Heini die ein Treffer erzielte. Bevor Nicole Achermann ein weiteres Tor in der 4 vs. 3 Phase erzielen konnte, musste man ein Treffer ins leere Tor hinnehmen. Die Grosswangerinnen versuchten weiterhin alles, um dieses Spiel zu ihren Gunsten zu wenden. Man kam zu diversen Chancen, welche jedoch nicht ausgenutzt wurden. Entweder scheiterte man an der Torhüterin, am Torgehäuse oder schoss schlichtweg am Tor vorbei. Eine Minute vor Schluss gelang den Aargauerinnen der zweite Empty-Netter zum Schlussstand von 5:8. Dieses Spiel verlor man klar in der ersten Halbzeit, wo das Heimteam fünf schwarze Minuten einzog.
Fazit
Nach zwei Spieltagen reihen sich die Grosswangerinnen im Mittelfeld der Tabelle ein. Es gelingt im Moment noch nicht, während zwei Spielen die besten Leistungen abzurufen. In den kommenden Trainings muss an der Konstanz sowie der Chancenauswertung gearbeitet werden, bevor Ende Oktober die nächste Meisterschaftsrunde in Trimbach stattfindet. Mit dem Heimteam UHC Tigers Härkingen-Trimbach und Vipers Innerschweiz warten zwei unbekannte Mannschaften auf das Damenteam aus Grosswangen.


