Nach der fünften Meisterschaftsrunde Mitte Januar durfte man beim Unihockey TV Grosswangen wieder vorsichtig nach vorne blicken. Zwar setzte es gegen UHC Pinguin Schötz eine 4:8-Niederlage ab, doch im Anschluss zeigte das Team mit einem knappen 5:4-Sieg gegen den STV Spreitenbach, dass die Richtung stimmt. Beide Spiele waren eine klare Leistungssteigerung, weshalb man mit Spannung auf die sechste Runde blickte – mit White Horse Lengnau und UH Vallemaggia warteten zwei sehr starke Gegner.
Bereits um 05.30 Uhr machte sich der Tross aus Grosswangen auf den Weg in die Sonnenstube nach Cevio – früh, aber hochmotiviert.
Unihockey TV Grosswangen – White Horse Lengnau 9:2 (6:2)
Der Start in den Sonntag hätte kaum besser verlaufen können. Grosswangen erwischte einen Traumstart und setzte den bislang ungeschlagenen Tabellenleader von Beginn weg unter Druck. Bereits nach 30 Sekunden eröffnete Yves Lagler das Skore, ehe er kurze Zeit später per Freistoss auf 2:0 erhöhte. Lengnau kam zwar zwischenzeitlich zum Anschlusstreffer, doch Grosswangen blieb ruhig – allen voran Yves Lagler, der mit seinem dritten Treffer früh den Hattrick perfekt machte. Spätestens nach zehn Minuten war klar: Heute führt an Grosswangen kein Weg vorbei. Defensiv stand man äusserst kompakt, und der Grosswanger Torhüter Pius Husmann mauerte sein Tor regelrecht zu. Bis zur Pause baute man den Vorsprung kontinuierlich aus.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dasselbe Bild. Luca Ziswiler, Kilian Hodel und erneut Yves Lagler sorgten für klare Verhältnisse. Lengnau wirkte zunehmend frustriert, Grosswangen hingegen spielte mit viel Selbstvertrauen und Spielfreude. Den Schlusspunkt setzte Yannick Greber, der gleich doppelt traf – einmal davon ins leere Tor. Mit dem 9:2-Endstand fügte Grosswangen dem Leader eine deutliche und auch in dieser Höhe verdiente Niederlage zu. Lengnau zeigte sich sichtlich enttäuscht, Grosswangen durfte einen echten Ausrufezeichen-Sieg feiern.
UH Vallemaggia – Unihockey TV Grosswangen 7:7 (1:5)
Im zweiten Spiel wartete mit Vallemaggia der nächste harte Brocken. Grosswangen startete erneut stark und ging früh durch Yves Lagler in Führung. Nach dem schnellen Ausgleich folgte eine starke Phase der Grosswanger Offensive:
- Tim Lampart traf per Weitschuss
- David Baumeler verwertete einen satten Abschluss – vorbereitet vom eigenen Torhüter,
- Und Yves Lagler erhöhte mit einem Drehschuss auf 4:1.
Noch vor der Pause stellte Grosswangen per Freistoss, wieder mit Lagler, auf 5:1. Nach dem Seitenwechsel reagierte das Heimteam und nahm den Torhüter heraus – ein Risiko, das sich auszahlen sollte. Zwar traf Kilian Hodel ins leere Tor zum 6:2, doch danach kippte das Spiel zunehmend.
Vallemaggia erhöhte den Druck, nutzte jede Unsicherheit gnadenlos aus und kam Tor um Tor heran. Mehrere Treffer im Spiel mit vier Feldspieler brachten den Gastgeber zurück ins Spiel. Auch ein Eigentor von Vallemaggia brachte sie nicht aus dem Tramp. In der Schlussminute gelang Vallemaggia tatsächlich noch der Ausgleich zum 7:7. Der Schlusspfiff fühlte sich für Grosswangen wie eine Niederlage an – zu deutlich hatte man geführt. Trotzdem bleiben 3 Punkte aus zwei Spielen, was gegen diese Gegner absolut in Ordnung ist.
Fazit
Zwei Spiele, die richtig Mut machen. Ehrgeiz, Teamwille und Spielfreude – alles war an diesem Sonntag vorhanden. Der klare Sieg gegen Lengnau zeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt, und auch das Remis gegen Vallemaggia bestätigt den eingeschlagenen Weg.
Das Fanionteam Grosswangen ist zurück und bereit für die kommenden Aufgaben.


